Die Autobahnteilstücke zwischen Bern-Bümpliz und Verzweigung Weyermannshaus sowie zwischen Bern-Bethlehem und Wankdorf – die Stadttangente Bern – müssen 30 Jahre nach ihrer Inbetriebnahme erneuert werden. Die Hauptarbeiten finden 2010 bis 2011 statt.
Die Stadttangente Bern gehört im Abschnitt Neufeld– Wankdorf mit täglich 100 000 Fahrzeugen zu den am stärksten befahrenen Strecken im schweizerischen Nationalstrassennetz. An der Strassenanlage müssen Teile alters- und verschleissbedingt ersetzt oder verstärkt werden. Die übrige Bausubstanz soll so instand gesetzt werden, dass sie zukünftigen Beanspruchungen Stand hält und den heutigen Anforderungen an eine Hochleistungsstrasse punkto Verkehrssicherheit, Umweltverträglichkeit (Lärm, Luft, Entwässerung, Störfall) und Komfort (flüssiges Befahren ohne Stau) gerecht wird.
Kernelement des Projekts ist die Erneuerung der ganzen Strassenanlage mit über 50 Kunstbauten, darunter der Felsenau- und der Weyermannshausviadukt sowie die Brücke über die SBB beim Anschluss Wankdorf. Bei der Verzweigung Wankdorf entstehen zusätzliche Fahrstreifen. Zudem sind über die ganze Strecke Anpassungen an die heute geltenden Umweltvorschriften nötig. Zum Erhaltungsprojekt der Stadttangente gehört ausserdem das Projekt «Anschluss Wankdorf». Dieses sieht am Schermenweg eine zusätzliche Autobahnein- und -ausfahrt Richtung Zürich vor.
Vorbereitende Arbeiten im Wankdorfdreieck und bei der Verzweigung Weyermannshaus sind seit 2008 im Gang. Ebenfalls bereits erfolgt sind die Ausbauarbeiten am Schermenweg als Voraussetzung dafür, dass der Kanton Bern mit den Hauptarbeiten für die Umgestaltung des Wankdorfplatzes beginnen kann. Durch die vorbereitenden Arbeiten wird das Bauprogramm der Stadttangente während der Hauptbauphase entlastet. Während den zweijährigen Hauptarbeiten stehen zwischen Neufeld und Wankdorf (Felsenauviadukt) in Fahrtrichtung Zürich nur noch zwei statt drei Fahrspuren zur Verfügung. Trotz dieser Kapazitätsreduktion ist die Bauherrschaft bestrebt, weiterhin möglichst viel Verkehr auf der Autobahn zu behalten und den Ausweichverkehr auf das regionale Strassennetz möglichst gering zu halten.
Die Federführung für die Gesamterneuerung der Stadttangente Bern liegt seit 1. Januar 2008 beim Bundesamt für Strassen ASTRA, Abteilung Infrastruktur, Filiale Thun.