Abschnitt Ittgraben-Wankdorf: 12 Einsprachen
(Januar 2007)
Gegen das im November 2006 neu aufgelegte Projekt für die Erneuerung des A1-Abschnitts zwischen Neufeld und Wankdorf sind 12 Einsprachen eingegangen. Darunter eine von der Stadt Bern sowie eine Sammeleinsprache der Gemeinden im Norden der Stadt Bern, die an der geplanten Ausweichroute liegen. Zur Zeit bereitet das Tiefbauamt des Kantons Bern seine Stellungnahme zu den Einsprachen zu Handen des Bundes vor. Parallel dazu wird versucht, mit den Einsprechern eine einvernehmliche Einigung zu erzielen.
Das Plangenehmigungsverfahren selber wird durch das das Departement für Umwelt Verkehr, Energie und Kommunikation geführt.
Die Vorgeschichte: Das Projekt zur Gesamterneuerung des Abschnitts zwischen Neufeld und Wankdorf lag Ende 2006 erneut öffentlich auf, im Gegensatz zur ersten Auflage im Jahr 2005 aber ohne Felsenauviadukt. Das Projekt sieht vor, die Autobahn im Bereich des Ittgrabenviadukts mit einem Standstreifen zu ergänzen. In der Verzweigung Wankdorf werden die Ein- und Ausfahrtsspuren von und nach Thun (A6) verlängert und mit einem Standstreifen ergänzt, um eine flüssigere Verkehrsabwicklung und mehr Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Im gleichen Auflageverfahren werden die Baulinien im Bereich Wyler beidseitig der Autobahn angepasst. Für die vorgesehenen Arbeiten muss der Kanton rund 10 000 m2 Land erwerben und knapp 5900 m2 Wald roden. Die Arbeiten sollen in den Jahren 2010 und 2011 im Rahmen der Hauptarbeiten für die Gesamterneuerung der Stadttangente Bern Nord ausgeführt werden.
Nicht mehr Bestandteil des Auflageprojekts war der Felsenauviadukt. Im Juni 2006 Jahres haben Kanton und Bund auf Grund einer Expertise der ETH Zürich entschieden, auf eine Verbreiterung des Felsenauviadukts vorerst zu verzichten und den Zustand des Bauwerks vertiefter zu untersuchen. Diese Arbeiten sind momentan im Gang. Erste Zwischenergebnisse zeigen, dass keine Sofortmassnahmen zur Sicherung des Bauwerks erforderlich sind. Über das weitere Vorgehen betreffend Felsenauviadukts wollen die Behörden erst entscheiden, wenn im Herbst 2007 die definitiven Ergebnisse der Zustandsanalyse vorliegen werden.