Stadttangente Bern Nord
 

Massnahmen Autobahn

 
 
 
Bern-Forsthaus Bern-Neufeld Bern-Bümpliz
 
 
Entscheidend für den Erfolg des Verkehrskonzeptes wird es sein, dass während der Bauzeit so viele Fahrzeuge durch die Baustelle geschleust werden wie nur irgendwie möglich. Das bedingt, dass mögliche Konfliktpunkte abgebaut oder mindestens reduziert werden. Es geht einerseits darum, den Verkehr so an der Baustelle vorbeizuschleusen, dass die Kapazität der Autobahn möglichst wenig Einbussen erleidet und die Verkehrssicherheit dennoch gewährleistet bleibt. Andererseits ist es unumgänglich, den auf die Autobahn einmündenden Verkehr zu dosieren (Rampendosierung).
 
 
Rampendosierung
Rampendosierung bedeutet, dass der einmündende Verkehr über eine Lichtsignalanlage am Ende der Einfahrtsrampe («Tropfenzähler») so geregelt wird, dass der Verkehr auf der Autobahn selbst möglichst nicht behindert wird. Andererseits darf es deswegen nicht zu Rückstau auf die Anschlusskreuzungen des städtischen Netzes kommen. Um die Lichtsignalanlage optimal regeln zu können, wird deshalb der Verkehr sowohl auf der Autobahn als auch auf den Einfahrtsrampen an mehreren Stellen laufend erfasst. Die Rampendosierung hat sich bei der Instandsetzung des Baregg-Tunnels und auf anderen vergleichbaren Baustellen bewährt und soll deshalb auch bei den Anschlüssen Forsthaus und Neufeld zum Einsatz kommen.
 
 
Rampendosierung Anschluss Bern-Neufeld
Bei der Einfahrt Neufeld in Richtung Zürich wird die Zahl der einfahrenden Fahrzeuge mittels Rampendosierung auf 400–700 Fahrzeuge pro Stunde beschränkt – je nach Verkehrsaufkommen auf der A1. Im Extremfall ergibt dies eine zusätzliche Wartezeit von ca. 15 Minuten.
Während der Spitzenstunden mit Rückstau auf der A1, besteht die Gefahr, dass Fahrzeuge einen Teil des Staus via Anschluss Neufeld umfahren (vgl. Route blau). Durch die Rampendosierung auf der Einfahrt Neufeld wird die Attraktivität dieses Schleichwegs reduziert. Sollten Fahrzeuge diese Route missbrauchen, kann als zusätzliche Massnahme der abbiegende Verkehr bei den Lichtsignalanlagen A und B (Neubrückstrasse) gedrosselt werden.
 
 
 
 
Rampendosierung Anschluss Bern-Forsthaus
Bei der Einfahrtsrampe Richtung Zürich wird der Verkehr mittels Rampendosierung auf 700–800 Fahrzeuge pro Stunde beschränkt, um den Verkehrsfluss auf der Autobahn nicht zusätzlich zu behindern. Damit ergibt sich im Extremfall eine zusätzliche Wartezeit von ca. 10 Minuten. Der Rückstau wird so gesteuert, dass er den ausgelasteten Knoten Murten-/Bremgartenstrasse nicht blockiert.
Die Dosierung des Zuflusses erfordert neben Lichtsignalanlagen an den Dosierungspunkten auch Wechselsignale mit Hinweisen an die Fahrzeuglenker und Einrichtungen zur Rückstaudetektion. Vorgesehen ist zudem eine Überwachung des Rampenverkehrs mit Videokameras.
 
 
 
Ausfahrt Bern-Bümpliz
Im Bereich der Ausfahrt Bern-Bümpliz aus Richtung Freiburg geht es darum, Ausweichverkehr in die Stadt zu verhindern oder zumindest zu erschweren. Die bestehende Lichtsignalanlage bei der Einmündung in die Weissensteinstrasse muss entsprechend überprüft und allenfalls angepasst werden. Durch das Einrichten von Detektoren kann unerwünschter Rückstau bis in den Autobahnbereich begrenzt werden.