In einem guten halben Jahr sind die Hauptarbeiten zur Erneuerung der Stadttangente Bern abgeschlossen. Wie beurteilen Sie generell das Projekt aus heutiger Sicht?
Das Projekt scheint wirklich gut auf Kurs zu sein. Die Gesamterneuerung wird unter vollem Betrieb durchgeführt und betrifft somit einen Lebensnerv des Verkehrsnetzes im Kanton Bern. Die Bewältigung des Verkehrsaufkommens unter erschwerten Bedingungen funktioniert gut, was für die Schnittstellen zum regionalen und städtischen Verkehrssystem entscheidend ist. Die Einschränkungen für den privaten und öffentlichen Verkehr auf und neben der Autobahn sind absolut tragbar.
Das Bundesamt für Strassen ASTRA hat das Projekt 2008 vom Kanton übernommen. Seitdem ist der Kanton Bern jedoch immer noch stark eingebunden. Welches sind seine Hauptaufgaben?
Der Kanton Bern sorgt für flankierende Massnahmen auf dem regionalen Strassennetz. Zudem ist es mir wichtig zu zeigen, dass mit dem öffentliche Verkehr eine vollwertige Alternative zum Stau auf der Strasse zur Verfügung steht. Im Rahmen des Mobilitätsmanagements finanzieren wir deshalb öV-Tickets für potenzielle Umsteiger. Dazu kommen baulichen Massnahmen wie zusätzliche Busspuren und Sicherheitselemente im Bereich von Schulen und Quartieren zum Schutz vor Schleichverkehr. Die Einbindung des Kantons Bern in die Task Force Verkehr erlaubt zudem eine rasche Reaktion in aussergewöhnlichen Situationen, wie beispielsweise den Einsatz von Zusatzbussen.
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